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Plattdeutsche Gruppe des Heimatvereins

Die Pflege der Plattdeutschen Sprache war von Anfang an ein Anliegen des Heimatvereins Leopoldshöhe.

Nach Gründung des Vereins haben sich einige interessierte Heimatfreundinnen und Heimatfreunde unter dem Dach des Heimatvereins zusammengefunden, um einen aktiven Beitrag zum Erhalt und zur Pflege des "lippsken Platt" zu bringen und gründeten die "Plattdeutsche Gruppe". Der erste Leiter der Gruppe war August Steinhage. Die Mitglieder trafen sich einmal im Monat in einer Leopoldshöher Gaststätte zu plattdeutschen Vorträgen. Das Material dazu entnahmen die Mitglieder der Gruppe aus verschiedenen Büchern und Veröffentlichungen in plattdeutscher Sprache.

1979 übernahm Willi Rottschäfer die Leitung der Gruppe, die inzwischen aus sieben Ehepaaren bestand. Die Plattdeutschen Freunde fanden immer mehr Spaß an selbstverfassten Gedichten, Erzählungen und ganz besonders an lustigen Sketchen, die bald bei verschiedenen Veranstaltungen in lippischer Mundart vorgetragen wurden. Diese Vorführungen kamen so gut an, dass die Gruppe im Jahre 1982 dann eine eigene Veranstaltung, den "bunten Plattdeutschen Nachmittag" ins Leben gerufen hat. Diese Veranstaltungen waren weit über die Grenzen Leopoldshöhes hinaus bekannt und beliebt und hatten eine treue Fangemeinde.

Leider sind die Plattdeutschen Freunde aus Altersgründen heute nicht mehr in der Lage, diese großen Veranstaltungen durchzuführen. Der Nachwuchsmangel tut ein Übriges.

Nichtsdestotrotz treffen sich die Mitglieder der Gruppe unter Leitung der derzeitigen Leiterin Hanna Druffel auch heute noch, um ein bisschen Platt "zu kürn". Hanna Druffel tritt mit selbstverfassten Stücken und Gedichten auch heute noch bei diversen Veranstaltungen auf.

Ansprechpartnerin:
Frau Hanna Druffel
Blitzenburgweg 2
33818 Leopoldshöhe
Tel.: 05208/8185

Hier ein Gedicht von Hanna Druffel, in dem sie ihrem Heimatort Leopoldshöhe ein "plattdeutsches" Denkmal gesetzt hat:

Muin Heumatdörp

Leopoldshöhe, dui bis meune Heume,
dui kinn ek nau iut auler Tuit,
un mänjetmol kümmt mui in'n Draume
truige de Vogangenheut.

Dat Hius, wo muine Weijen stonn,
es längs nich meier dor,
eun Bild bewißt, wo eck euns wonn,
för öbber 60 Johrn.

Enge un duister wörn de Stroten,
de Huiser sühn recht heumlick iut,
wenn Obends dür de Finsterriuten,
eun Lechtstrohl schein herruit.

Euns non annern voänner sick,
nich olles was teon geon,
was domols iuse Dörplatz nich
det Dörpet schoinste Kreon?

Heu was inrahmt van Kastanienbäumen,
mänj Vugel sang dorin suin Loid,
eck möchte seujen, heu kam keunen
annern schönen Dörpplatz gluik.

Wo up Feild un Wiesen rauer Mohn
Un Kauernbleomen bleuhen.
Do suiht man van Dage Huiser stohn,
de sick dicht an eun anner ruijet.

Seo es seo mänjet nich meier dor,
odder eben anners worn.
Dat es de Laup der Tuit,
dessen Iuwer niemols stille steuht.

Wat blieben es, es muine Heume,
ganz gluik wohen eck foiher, wo eck auk binn,
no dössen schönen Plecken Ern,
no muiner Heume, tuit't mui jümmer wedder hen.

Hanna Druffel

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