Kartoffel- und Dreschfest auf dem Heimathof
Das war wieder ein Familienfest bei uns auf dem Heimathof – da wo unser Herz schlägt! Bei herrlichem „Heimatverein-Wetter“ hatten wir gemeinsam mit dem Treckerfreunden wieder zum Kartoffel- und Dreschfest auf den Heimathof eingeladen und mit den Treckern und Erntemaschnen historisches Kulturgut und mit Früchten aus „Himmel und Erde“ die Kraft des Lebens auf den Heimathof gebracht. Alles hatten wir aufgeboten um den wohl mehr als 800 kleinen und großen Gästen ein interessantes und spannendes Familienprogramm mit vielen sowohl lehrreichen als auch spaßmachenden Mitmachaktionen anzubieten.
In den Tagen davor hatten die Vorbereitungen unseren Ehrenamtlichen schon einiges abverlangt, ehe wir dann am Sonntagmorgen -der nasse Tau lag noch auf den Wiesen des Heimathofes- zum Finale rüsteten und die Tore des historischen Torbogens für die Gäste und die Weidetore für die Trecker und Landmaschinen öffneten. Bei der Einfahrt verbreiteten die Trecker mit ihrem ureigenen Sound eine ganz besondere Atmosphäre und Geräuschkulisse auf dem Heimathof.
Schon am frühen Morgen kamen die Familien um beim Ernten mit historischen Maschinen und Geräten zuzuschauen aber auch um gemeinsam mit dem Nachwuchs selbst Hand anzulegen, um den Jüngsten zu zeigen, woher unsere Lebensmittel kommen.
Unser Kartoffelbeet war die erste Anlaufstation; mit August Steinhage konnten die Kinder selbst Hand anlegen und Kartoffeln nach altem Brauch mit der Forke ausgewerfen und ernten. Wer mochte, konnte die geernteten Kartoffel in einen Lehmmantel hüllen und sie in der Feuerschale garen. Christel Klassen und Detlef Tamm lunterstützten sie dabei und achteten auf die Sicherheit. Das war sehr spannend und eine ganz neue Erfahrung der Kartoffelzubereitung für die Kids.
Gegenüber wartete schon Theodor Steiling aus Beelen mit seinem erlebnispädagogischen Highlith „Vom Korn zum Brot“, mit dem er den Kindern nicht die Wertschöpfungsketten von Lebensmitteln, sondern die Wertschätzung für unsere Lebensmittel näherbringen wollte. Erstmals war der gelernte Landwirt und Landmaschinenschlosser Theodor Steiling, der Jahrzehnte im Qualitätsmanagement von Claas beschäftigt war, beim Kartoffel- und Dreschfest in Leopoldshöhe dabei. Wenn seine selbstgebauten kleinen, kindgerechten Maschinen, die die Kinder bedienen durften, auf dem Heimathof ratterten waren sie begeistert dabei, u. a. den kleinen Mähdrescher bedienen zu dürfenden und so das Korn auf den Weg zum Brot zu bringen. An vielen anschaulichen Beispielen vermittelte der 79-jährige technisch kompetent in kindgerechter, erlebnispädagogischer Sprache, wie unsere Lebensmittel erzeugt werden und wie wir sie wertschätzen sollten. Hier waren junge Familien begeistert dabei, aber auch bei den anderen Erwachsenen fand der Weg unserer Lebensmittel vom Korn bis zum fertigen Brot großes Interesse.
Ein Stück weiter auf dem Acker neben dem Heimathof demonstrierten die Treckerfreunde die historische Kartoffelernte im großen Stil dem Kartoffelroder. Hier konnten Kartoffel aufgesucht und für „kleines Geld“ ein Vorrat für Zuhause mitgenommen werden. Die historische Dreschmaschine aus den frühen 50er Jahren war Mitte auf dem Osterfeuerplatz der Streuobstwiese aufgebaut. Am Sonntag wurde das gute alte Stück, das über einen Transmissionsriemen zum Ausdreschen der Weizenähren angetrieben wird, ob der guten Ernte viermal im Einsatz – für die Besucher war es immer wieder ein Highlight. Am Rande der Streuobstwiese um die Dreschmaschine herum waren die schon Jahrzehnte alten Schätze, Lanz-Bulldog, Hanomag, Deutz, McCormick & Co. stilvoll platziert und wurden zwischendurch immer wieder zum Leben erweckt, so dass ihr ureigener Sound den Heimathof verzauberte.
An der Museumsterrasse freute das Team von Claudia Glietz-Ganster vom Hegering Windwehe über regen Besucherandrang, die rollende Waldschule bietet Kinder und Erwachsenen immer wieder Gelengenheit, die Bewohner des Waldes aus der Nähe kenennzulernen und dafür zu sensibilisieren.
Gegenüber hatten die Naturschützer des Nabu ihren Stand mit vielen Informationen und den immer sehr gerne angenommenen Gewinnspielen aufgebaut. Hier konnten die Besucher insbesondere ihr Wissen über die heimische Vogelwelt vertiefen.
In Sichtweite war der Stand von Michelle Freund und Raphael Depping mit dem verbindenden Thema. Sie bauten mit den Kindern Nistkästen für den heimischen Garten und rundeten damit das naturnahe Programm ab. Hier war handanlegen gefragt, die vorgefertigten Montagesätze wurden von den Kindern unter fachkompetenter Anleitung montiert, mit eigenen Malkreationen einladend verziert und freuen sich jetzt auf die künftigen „Mieter“.
Wieder dabei und mehr als gut beschäftigt waren Helen und ihr Team vom HeloSam’s Hairsalon. Flechtfrisuren und Kinderschminken geht immer – mit Helen und ihrem Team ganz besonders. Die Vier hatten richtig tollen Zulauf und ganz viel zu tun! Ob als Dutt, in Zöpfen oder zum Bändigen der wilden Mähne, den kleinen Prinzen und Prinzessinnen wurden die Frisur verzaubern oder wunderschöne Motive geschminkt.
Ebenfalls aus dem Programm nicht wegzudenken ist das Ensemble „4 Harmony’s“ um Claudia Albri, auch diese Vier hatten gut zu tun und sorgten mit ihren flotten Rhythmen für viel Schwung und Unterhaltung.
Aber auch für das leibliche Wohl war wieder bestens gesorgt, es gab ein vielfältiges Angebot an kühlen Getränken und – da waren sie wieder die Früchte aus Himmel und Erde 🙂 ! Der noch lauwarme Apfelkuchen aus dem Backofen mit einem Sahnehäubchen, dazu einen duftenden Kaffee, die leckeren Reibekuchen aus der Pfanne mit Apfelmus und am großen Grillstand auf der Streuobstwiese Bratwurst und Pommes.
Es war wieder ein gelungenes Familienfest, dass unsere Vereine an diesem wunderschönen, sonnigen Herbstsonntag organisiert haben und das von den vielen Besucherinnen und Besuchern gerne angenommen wurde.
Unser ganz besonderer Dank geht an die vielen kleinen und großen Besucherinnen und Besucher, die dieses Fest durch ihr Kommen und ihr Mitmachen erst zu einem wirklich Highlight gemacht haben!



Diese wunderbaren Fotos wurden übrigens alle von unserem Heimatfreund Martin Düsterberg (Sie kennen ihn aus der Presse und aus der Lokalzeit OWL) gemacht – herzlichen Dank dafür!
