Mäh- und Dengelwettbewerb ein voller Erfolg

Mäh- und Dengelwettbewerb ein voller Erfolg
14. Juni 2026

Der zweimalige Weltmeister Klaus Degelau gewinnt vor dem Altmeister Baldur Hafemann 

Der leichte Regen konnte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unseres traditionellen Mäh- und Dengelwettbewerbs nicht abschrecken. Nachdem der ursprünglich für Fronleichnam geplante Termin wegen der schlechten Wetterprognose erstmals in der Geschichte der Veranstaltung auf einen Sonntag verlegt worden war, trafen sich die Aktiven nun auf der Obstbaumwiese zum Wettstreit mit Sense und Schleifstein.

„Das Gras fällt besser und lässt sich leichter mähen“, sagte Eric Hafemann. Auch der langjährige Teilnehmer Gerhard Koring bestätigte: „Feucht ist gut.“

Die Terminverschiebung hatte zwar einige Absagen bei Teilnehmern und Juroren zur Folge, dennoch gingen zwölf Frauen und Männer aus Leopoldshöhe sowie aus Bielefeld, Rödinghausen, Halle und Verl an den Start. Für die musikalische Einstimmung sorgte die Akkordeongruppe „4 Harmonies“ mit der Amboss-Polka.

Vor dem Mähen stand das Dengeln der Sense auf dem Programm. Dabei wird die Schneide auf einem speziellen Amboss mit gezielten Hammerschlägen verdichtet und ausgedünnt. „Man darf nicht immer auf dieselbe Stelle schlagen, sonst wird das Blatt wellig“, erklärte Klaus Degelau den Zuschauern. Anschließend wird die Schneide mit dem Schleifstein abgezogen, um ihre Schärfe zu optimieren.

Auf den von den Vereinsmitgliedern vorbereiteten Parzellen zeigte sich schnell, wer Erfahrung mit der Sense hat. „An der Bewegung erkennt man die Könner“, sagte Juror Dieter Heyden. Wer die Sense mit einer fließenden Bewegung aus der Hüfte führe und gleichmäßige Schwade hinterlasse, arbeite besonders effizient. Weniger geübte Teilnehmer würden dagegen eher „Erdarbeiten“ verrichten, wie einer der Senser augenzwinkernd bemerkte.

Es gab wie immer tolle Preise: Die Gemeinde hatte traditionell ein Präsentkorb für den Sieger gestiftet, dem stand der vom Weinhof Meyer gestiftete Präsentkorb für den zweiten Platz nicht nach. Auch der Drittplatzierte bekam einen Präsentkorb, den wir – wie auch die Präsente für alle Teilnehmer/innen – gestiftet haben.

Bewertet wurden Dengeln, Streichen und Mähen. Dabei kam es nicht auf Geschwindigkeit, sondern auf Genauigkeit und saubere Arbeit an. Früher erleichterten ordentlich abgelegte Schwade die nachfolgenden Arbeiten bei der Heu- und Getreideernte erheblich.

Bei der Siegerehrung zeigte sich, wie eng das Teilnehmerfeld beieinanderlag. Dem erst seit dem vergangenen Jahr aktiven Senser Julian Heuking fehlte lediglich ein Punkt zum dritten Platz. Rang drei belegte Thomas Hafemann vor Baldur Hafemann auf Platz zwei, damit steht bei Hafemanns eine ausgiebige Weinprobe an. Den Sieg sicherte sich der zweimalige Weltmeister Klaus Degelau. „Es war richtig eng“, resümierte unser Vorsitzender, Helmut Depping, der zugleich als Juror tätig war.

Wenn Sie sich über die schönen Fotos freuen – die sind wieder von Martin Düsterberg!

© Heimatverein Leopoldshöhe 2020