Zünftiges Richtfest an der neuen Wagenremise

Zünftiges Richtfest an der neuen Wagenremise
29. April 2026

Zünftiges Richtfest an der neuen Wagenremise

Lange hat es mit mit dem Start gedauert und das Genehmigungsverfahren war ein Wechselbad der Gefühle. Das gehört alles der Vergangenheit an! Am 28. April haben wir mit dem Richtfest der neuen Wagenremise einen Meilenstein in dem Projekt gefeiert.

Noch am Vormittag hatten die Bautischler der Firma Schulze Holzbau letzte Arbeiten ausgeführt, während Carola Hafemann aus unserer Dienstagsgruppe den Richtbaum festlich schmückte.

Für einen ganz besonderen Rahmen sorgte das Team von Julian Schulze! Die Bautischler erschienen in traditioneller Zunftkleidung und verliehen dem Fest damit eine historische Note. Ein Höhepunkt war der emotionale Richtspruch, den Luca Nielebock, das jüngstes Mitglied des Teams vortrug.

Zahlreiche Handwerkerinnen und Handwerker, Unterstützer sowie Mitglieder unserer Dienstagsgruppe folgten der Einladung. Richtfeste sind immer ein Meilenstein in einem Bauprojekt und bei uns im Heimatverein eher selten – entsprechend groß war für uns die Bedeutung dieses Festes.

Die neue Wagenremise entsteht in Verlängerung des bestehenden Wirtschaftsgebäudes gegenüber dem Heimatmuseum. Sie umfasst eine Grundfläche von etwa 100 Quadratmetern sowie eine Zwischenebene in 2,50 Metern Höhe. Künftig dient sie der Präsentation historischer landwirtschaftlicher Geräte, die das Heimatmuseum weiter aufwerten werten.

In ihrer Gestaltung orientiert sich die Remise an der Architektur aus der Produktionszeit der ausgestellten Landmaschinen, also an Bauformen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Rückseite wird beplankt, während die linke Außenseite in Fachwerkbauweise ausgeführt wird. In den Gefachen sollen unterschiedliche historische Ausmauerungs- und Putztechniken demonstriert werden – darunter Lehm- und Tonziegel, Backstein und Klinker sowie Kalk-, Lehm-, Gips- und Zementputz bis hin zu traditionellen Mischungen mit Stroh.

Ein wesentlicher Anteil der Arbeiten wird von der Dienstagsgruppe getragen, deren Mitglieder sich mit großem ehrenamtlichem Engagement für die Weiterentwicklung des Heimatmuseums einsetzen. In den vergangenen Jahrzehnten ist so ein Ort entstanden, der Geschichte bewahrt, Identität stiftet und für viele Bürgerinnen und Bürger ein wichtiger kultureller Bezugspunkt ist.

Das ehrenamtliche Engagement unserer Mitglieder und die Bedeutung des Heimatmuseums als Ort der örtlichen und regionalen Geschichte hat die NRW-Stiftung gewürdigt und unterstützt dieses Projekt mit einem Zuschuss in Höhe von 20.000 Euro. Dafür sind wir sehr dankbar, denn ohne diesen „monetären Vitaminschub“ wäre die Realisierung nicht möglich.

 

© Heimatverein Leopoldshöhe 2020