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50 Jahre Heimatverein Leopoldshöhe

50 Jahre Heimatverein Leopoldshöhe

50 Jahre Heimatverein Leopoldshöhe – Heimat, die verbindet

Ein halbes Jahrhundert gelebte Gemeinschaft

50 Jahre Heimatverein Leopoldshöhe – 50 Jahre Engagement, Gemeinschaft und gelebte Heimat.

Im Jahr 2026 durften wir ein ganz besonderes Jubiläum feiern: Seit 50 Jahren setzt sich der Heimatverein Leopoldshöhe dafür ein, Geschichte, Traditionen, Handwerk und Kultur unserer Region zu bewahren und für kommende Generationen erlebbar zu machen.

Unser Jubiläum war dabei nicht nur ein Blick zurück. Mit der Einweihung unserer neuen Wagenremise konnten wir gleichzeitig einen wichtigen Schritt in die Zukunft gehen.

Denn Heimat bedeutet für uns nicht, in der Vergangenheit stehen zu bleiben. Heimat bedeutet, das Bewährte zu bewahren, Neues zu wagen und gemeinsam etwas für die Menschen und unseren Ort zu schaffen.

Wie alles begann

Die Geschichte des Heimatvereins ist eng mit der Entstehung der heutigen Großgemeinde Leopoldshöhe verbunden.

Nach der Gebietsreform von 1968 mussten acht ehemalige Altgemeinden zusammenfinden. Jede dieser Gemeinden hatte ihre eigene Geschichte, ihre Traditionen und ihre gewachsene Identität. Es entstand der Wunsch, etwas Gemeinsames zu schaffen, das die Menschen miteinander verbindet – unabhängig von Politik und Konfession.

Aus dieser Idee heraus wurde gemeinsam mit Rudolf Schlichting die Gründung eines Heimatvereins angestoßen.

Am 29. Dezember 1975 fand zunächst eine Bürgerversammlung statt. Wenige Wochen später, am 10. Februar 1976, wurde der Heimatverein Leopoldshöhe schließlich gegründet.

55 Menschen waren bei der Gründung dabei. Bereits am Ende des ersten Vereinsjahres zählte der Heimatverein mehr als 100 Mitglieder.

Heute, 50 Jahre später, zeigt sich eindrucksvoll, wie nachhaltig diese Idee war.

50 Jahre voller Leben

Von Anfang an war der Heimatverein weit mehr als ein Verein, der sich ausschließlich mit Geschichte beschäftigt.

Es wurde gewandert, musiziert, Theater gespielt und Plattdeutsch gesprochen. Es wurde getanzt, gesungen, gemeinsam gegessen und gefeiert. Verschiedene Gruppen und Aktivitäten entwickelten sich und wurden zu festen Bestandteilen des Vereinslebens.

Eine Wandergruppe entstand, ein Akkordeonorchester wurde gegründet und die plattdeutsche Gruppe entwickelte sich zu einem besonderen Aushängeschild des Vereins. Mit dem Backhaus kam außerdem das traditionelle Backen hinzu.

All dies zeigt, was Heimatpflege für uns bedeutet:

Tradition bewahren – Gemeinschaft leben – Zukunft gestalten.

Der Heimathof – das Herz unseres Vereins

Ein ganz besonderer Abschnitt der Vereinsgeschichte begann mit dem ehemaligen Hof Eickmeyer.

Als die Gemeinde das Anwesen erwarb, war zunächst kaum abzusehen, welche Bedeutung dieser historische Ort einmal bekommen würde. Die Gebäude waren sanierungsbedürftig und teilweise dem Verfall nahe.

Doch viele engagierte Mitglieder packten an.

Mit unzähligen ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden wurden Gebäude restauriert, Anlagen gestaltet und historische Strukturen erhalten. Menschen wie Friedel Wagemann sowie auf Seiten der Gemeinde Rudi Strunk und Manfred Brügge begleiteten diese Entwicklung maßgeblich.

So entstand nach und nach unser heutiger Heimathof Leopoldshöhe.

Heute ist er das Zuhause des Heimatvereins und gleichzeitig:

  • Heimatmuseum
  • Veranstaltungsort
  • Treffpunkt
  • Lern- und Erlebnisort
  • Ort für traditionelles Handwerk
  • Naturraum
  • und vor allem ein Ort der Begegnung

Der Heimathof verbindet die mehr als 600-jährige Geschichte des Hofes mit 50 Jahren Vereinsgeschichte.

Ehrenamt, das Geschichte schreibt

Was auf dem Heimathof entstanden ist, wäre ohne das Engagement vieler Menschen nicht möglich gewesen.

Seit mehr als 30 Jahren gibt es unsere Dienstagsgruppe. Rund 20 Ruheständlerinnen und Ruheständler treffen sich regelmäßig, um zu reparieren, zu pflegen, zu bauen, zu streichen, zu mähen und sich um all die Aufgaben zu kümmern, die ein historischer Hof mit sich bringt.

Sie sind ein unverzichtbarer Teil unseres Vereins und bis heute ein wichtiges Rückgrat des Heimathofes.

Seit 2026 gibt es außerdem unsere Samstagsgruppe. Sie bietet auch Menschen, die noch mitten im Berufsleben stehen, die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen.

Damit wird deutlich:

Ehrenamt verändert sich – aber sein Wert bleibt.

Gemeinsam etwas für die Gemeinschaft zu tun, Menschen zusammenzubringen und Verantwortung für den eigenen Ort zu übernehmen, ist heute genauso wichtig wie vor 50 Jahren.

Die neue Wagenremise – Geschichte bekommt ein neues Zuhause

Unser Jubiläumsjahr 2026 brachte einen ganz besonderen Meilenstein:

Die neue Wagenremise wurde fertiggestellt und feierlich eingeweiht.

Über viele Monate wurde geplant, organisiert, gebaut, gestrichen, gepflastert und gestaltet. Fachbetriebe brachten ihr Können ein, während zahlreiche Mitglieder des Heimatvereins tatkräftig in Eigenleistung mitarbeiteten.

So entstand eine Remise, die sich harmonisch in das historische Gebäudeensemble des Heimathofes einfügt.

Die neue Wagenremise bietet künftig unseren historischen landwirtschaftlichen Maschinen, Wagen und Geräten einen angemessenen Platz. Viele Exponate, die bislang nur eingeschränkt oder gar nicht gezeigt werden konnten, können nun der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Damit wird Landwirtschafts- und Technikgeschichte anschaulich und erlebbar.

Die Gestaltung der Wagenremise orientiert sich an historischen landwirtschaftlichen Gebäuden und verbindet damit Funktionalität und den Charakter unseres Heimathofes.

Unterstützt wurde die Realisierung des Projektes maßgeblich durch die NRW-Stiftung, die unser Vorhaben mit einer Förderung von 20.000 Euro unterstützt hat.

Dafür sagen wir herzlich Danke!

Unser Jubiläumswochenende

Am 29. und 30. August 2026 wurde das 50-jährige Bestehen des Heimatvereins mit einem großen Jubiläumswochenende gefeiert.

Der Samstag stand ganz im Zeichen des historischen Handwerks.

Beim Hufeisenschmieden zeigte Huflehrschmied Ulrich Gerusel gemeinsam mit seinem Team eindrucksvoll, wie aus glühendem Eisen unter Feuer, Hammer und Amboss ein Hufeisen entsteht.

Anschließend sorgten die Harmony Sisters Lina und Julie Holwitt mit Jazz, Soul und Pop für musikalische Unterhaltung.

Am Sonntag folgte der große Familientag mit der feierlichen Einweihung der neuen Wagenremise.

Historisches Handwerk, alte Landtechnik, Musik und zahlreiche Mitmachangebote machten den Heimathof zu einem lebendigen Erlebnisort für Jung und Alt.

Mit dabei waren unter anderem Vorführungen im Schieferhauen, Hufeisenschmieden, traditionelle Holzbearbeitung, die Herstellung von Stricken und Tauen, historische Restaurierungstechniken, Sensendengeln sowie Schafscheren.

Auch die Besucherinnen und Besucher konnten selbst aktiv werden – beispielsweise beim Bogenschießen oder bei einer Fahrt mit dem historischen Dachdeckeraufzug.

Für die musikalische Begleitung sorgten die 4 Harmony's.

Gemeinsam feiern und Gutes tun

Unser Jubiläum sollte nicht nur ein Fest für den Heimatverein sein. Es sollte auch ein Zeichen für Gemeinschaft und Solidarität setzen.

Deshalb verzichteten wir am Sonntag bewusst auf einen Eintritt.

Stattdessen konnten die Besucherinnen und Besucher freiwillig für den guten Zweck spenden. Die Einnahmen und Spenden des Jubiläumsfestes kommen dem Verein „Cup der guten Hoffnung“ zugute, der Familien mit an Krebs erkrankten Kindern unterstützt.

So wurde unser Jubiläum auch zu einem Zeichen gelebter Mitmenschlichkeit.

Gemeinsam feiern, Geschichte erleben und gleichzeitig Gutes tun – das passt zu unserem Verständnis von Heimat.

Anerkennung für Menschen, die den Verein geprägt haben

50 Jahre Vereinsgeschichte sind vor allem die Geschichte der Menschen, die sich engagiert und Verantwortung übernommen haben.

Im Rahmen des Jubiläums wurden deshalb verdiente Mitglieder für ihr langjähriges Wirken besonders geehrt.

Als Zeichen der Anerkennung wurden die Gründungsmitglieder Gustav Koch und Karl Willi Vahle sowie Gerlinde Huxhage, Kurt Abel und in Abwesenheit August Steinhage zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Ihnen und allen Menschen, die unseren Verein über die vergangenen fünf Jahrzehnte geprägt haben, gilt unser besonderer Dank.

50 Jahre – und kein bisschen stillgestanden

In fünf Jahrzehnten hat der Heimatverein viel bewegt und wurde für sein Engagement mehrfach ausgezeichnet.

Die Dienstagsgruppe erhielt 2009 den Lippischen Ehrenring. Der Heimatverein wurde 2014 und 2021 mit dem Heimatpreis des Lippischen Heimatbundes ausgezeichnet. Im Jahr 2024 folgte auf Bundesebene der Preis für „Nachhaltiges Heimatengagement“ des Bundesinnenministeriums.

Diese Auszeichnungen machen uns stolz.

Noch wichtiger ist für uns jedoch, dass sie Ansporn sind, weiterzumachen.

Denn Heimatpflege ist niemals abgeschlossen.

Unsere Gemeinde verändert sich. Die Menschen verändern sich. Und auch ein Heimatverein muss sich weiterentwickeln.

Deshalb haben wir uns bereits 2022 mit unserem Strategiebeschluss klar positioniert:

Wir wollen Geschichte und Tradition bewahren, Umwelt und Natur schützen und vor allem die Gemeinschaft in unserer Dorfgesellschaft stärken.

Heimat hat Zukunft

Was wird in den nächsten 50 Jahren sein?

Niemand kann das wissen.

Aber wir können heute die Voraussetzungen dafür schaffen, dass unser Verein auch in Zukunft ein Ort der Begegnung bleibt.

Wir möchten offen sein für neue Menschen, für junge Generationen und für neue Ideen. Wir wollen Traditionen bewahren, ohne stehenzubleiben.

Denn Heimatpflege bedeutet für uns nicht, alles genauso zu erhalten, wie es einmal war.

Heimatpflege bedeutet, das Wertvolle zu bewahren und gleichzeitig etwas zu schaffen, auf dem die nächsten Generationen aufbauen können.

Vielleicht stehen in 50 Jahren wieder Menschen auf unserem Heimathof und feiern das 100-jährige Bestehen des Heimatvereins.

Vielleicht schauen sie dann auf das Heimatmuseum, die historischen Gebäude und unsere Wagenremise und erzählen von den Menschen, die im Jahr 2026 gemeinsam etwas geschaffen haben.

Das wäre ein schöner Gedanke.

Ein herzliches Dankeschön

50 Jahre Heimatverein Leopoldshöhe wären ohne die vielen Menschen, die sich über Jahrzehnte eingebracht haben, nicht möglich gewesen.

Unser Dank gilt deshalb allen ehemaligen und heutigen Vorstandsmitgliedern, unseren Fachgruppen, der Dienstags- und Samstagsgruppe, unseren Mitgliedern sowie allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.

Wir danken unseren Förderern, Sponsoren und Unterstützern, den beteiligten Fachbetrieben, den Behörden und insbesondere der NRW-Stiftung.

Ein besonderer Dank gilt auch Andrea und Dietmar Klee, die uns zu unserem Jubiläum mit unserer neuen Homepage ein ganz besonderes Geschenk gemacht haben.

Ebenso danken wir den Damen und Herren der örtlichen und regionalen Presse für ihre langjährige und wertvolle redaktionelle Unterstützung.

Und wir denken an all diejenigen, die unseren Heimatverein geprägt haben und heute leider nicht mehr unter uns sind.

Ihr Engagement ist Teil unserer Geschichte.

Wir stehen heute auch auf ihren Schultern.

Auf die nächsten 50 Jahre!

Vor 50 Jahren waren es 55 Menschen, die eine Idee hatten.

Heute lebt diese Idee weiter.

50 Jahre Heimatverein Leopoldshöhe.
50 Jahre Engagement.
50 Jahre Gemeinschaft.
50 Jahre gelebte Heimat.

Mit unserer neuen Wagenremise beginnt zugleich ein neues Kapitel.

Ein Gebäude für unsere Geschichte.
Ein Gebäude für unsere Gemeinschaft.
Ein Gebäude für die Zukunft.

Denn Heimat entsteht nicht von allein.

Heimat entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen – füreinander und für den Ort, an dem sie leben.

Wir freuen uns darauf, diesen Weg gemeinsam weiterzugehen.

Auf die nächsten 50 Jahre Heimatverein Leopoldshöhe!

Auf unseren Heimathof!

Und vor allem auf die Menschen, die Heimat lebendig machen.