25 Jahre Heimatmuseum
Ein Jubiläum, das zum Familienfest wurde
Unser Heimatmuseum feierte Geburtstag: Am 8. September 2024 konnten wir auf 25 Jahre Heimatmuseum zurückblicken. Ein Vierteljahrhundert, in dem Geschichte bewahrt, lebendig vermittelt und mit viel ehrenamtlichem Engagement für alle Generationen erlebbar gemacht wurde.
Vom ehemaligen Bauernhof zum Heimatmuseum
Das Heimatmuseum befindet sich auf dem Heimathof im Haupthaus des ehemaligen Hofes Eickmeyer. Der imposante Vierständer-Fachwerkbau stammt aus dem Jahr 1793 und wurde bereits 1987 als Baudenkmal in die Denkmalliste eingetragen und unter Denkmalschutz gestellt.
Nachdem die Gemeinde Leopoldshöhe das Gebäude erworben hatte, wurde es bis 1995 als Übergangswohnheim genutzt. Anschließend stand das Haus leer. Sein ohnehin schon schlechter baulicher Zustand verschlechterte sich dadurch weiter – dringendes Handeln war geboten.
1996 begannen schließlich die umfangreichen Instandsetzungs- und Renovierungsarbeiten. Das Gebäude musste zunächst vollständig entrümpelt und entkernt werden. Dabei galt es auch, zahlreiche Bausünden der vergangenen Jahrzehnte zu beseitigen.
Die Arbeiten gingen gut voran. Die Zusammenarbeit zwischen dem Heimatverein, der Gemeinde Leopoldshöhe und den beteiligten Fachfirmen war von Anfang an von großem Engagement, gegenseitigem Vertrauen und einer guten Zusammenarbeit geprägt. So konnten die Arbeiten am Gebäude bereits 1998 abgeschlossen werden.
Anschließend folgte der Innenausbau, bei dem die Räume für ihre zukünftige Nutzung als Museum hergerichtet und ausgestattet wurden. Im September 1999 war es dann so weit: Das Heimatmuseum konnte eröffnet werden.
Ein Vierteljahrhundert Heimatmuseum
Zum 25-jährigen Jubiläum konnte unser Vorsitzender Helmut Depping neben vielen alten Weggefährten auch zahlreiche Ehrengäste und Vertreter aus Politik, Heimatpflege und Kultur begrüßen.
Bürgermeister Prof. Dr. Martin Hoffmann und seine Stellvertreter Klaus Fiedler und Andreas Brinkmann waren ebenso gekommen wie der stellvertretende Vorsitzende des Lippischen Heimatbundes, Willi K. Schirrmacher, und die stellvertretende Direktorin des Lippischen Landesmuseums, Frau Dr. Elke Treude. Besonders herzlich begrüßt wurden natürlich die „Alten“ des Heimatvereins – jene Generation, die mit großem persönlichem Einsatz den Wiederaufbau und die Sanierung der seinerzeit verfallenen Gebäude auf dem Heimathof ermöglicht hatte.
In seiner Begrüßung stellte Helmut Depping dieses außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement besonders heraus. Zugleich empfahl er den Besucherinnen und Besuchern die von Bernd Hoffmann zusammengestellte Fotopräsentation. Historische Aufnahmen des ursprünglichen Zustands und zahlreiche „Baustellenfotos“ dokumentierten eindrucksvoll den langen Weg vom sanierungsbedürftigen Fachwerkhaus zum Heimatmuseum. Die Präsentation lief den ganzen Tag über im Backhaus und fand großes Interesse.
Auch Bürgermeister Martin Hoffmann verband mit dem Eickmeyerschen Hof persönliche Erinnerungen. In seinem Grußwort würdigte er die positive Entwicklung des Heimathofs und das Engagement des Heimatvereins, durch das dieser Ort zu einem wichtigen Bestandteil des örtlichen Lebens geworden ist.
Willi K. Schirrmacher überbrachte die Glückwünsche des Lippischen Heimatbundes. Ebenso wie der Vorsitzende des TuS, Horst Wolfmeier, hatte er zum Jubiläum ein „original lippisches“ Flachgeschenk mitgebracht.
Eine besondere Überraschung hatte Frau Dr. Elke Treude vom Lippischen Landesmuseum im Gepäck: Vier alte Münzen, die Gustav Hameier um die Jahrtausendwende auf dem Brökerfeld gefunden hatte, konnten nach ihrer Bestimmung durch das Landesmuseum an den Heimatverein zurückgegeben werden.
Verborgene Schätze und vertraute Atmosphäre
Im Anschluss wurden die Exponate des Museums gemeinsam in Augenschein genommen. Vieles wurde im Laufe der Jahre neu geordnet, manches hat sich verändert – doch eines ist geblieben: die heimelige Atmosphäre und die warme Wohnlichkeit, die das Heimatmuseum seit jeher auszeichnen.
Besonderes Interesse fand die von Inge und Bernd Hoffmann gestaltete Ausstellung „Verborgene Schätze“. So manches Detail lud zum Staunen, Erinnern und Schmunzeln ein. Ein Blick auf die Noten in den alten Schulheften sorgte bei dem einen oder anderen Besucher für ein Augenzwinkern.
Geschichte zum Mitmachen
Die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer hatten sich große Mühe gegeben, das Museumsjubiläum zu einem echten Jubelfest zu machen. Dabei sollte Geschichte nicht nur gezeigt, sondern insbesondere auch für die jüngere Generation kurzweilig und spannend erlebbar werden.
Für die Kinder gab es deshalb zahlreiche Mitmachangebote:
Norbert Rosin von den Nienhagener Schützen war mit Zielscheibe, Pfeil und Bogen angereist und begeisterte die jungen Besucherinnen und Besucher mit dem Bogenschießen.
Am großen Betontisch neben dem Museum lud Katja Hogrewe zum Flechten und Filzen ein. Am Backhaus bastelte Sabine Kolbe gemeinsam mit den Kindern Bienenwachstücher.
Mit diesen Angeboten hatten unsere Frauen im Vorstand einen Volltreffer gelandet: Die Mitmachstände waren den ganzen Tag über bestens besucht.
Für Leib und Seele war gesorgt
Natürlich kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Die zur Mittagszeit angebotene Erbsensuppe wurde von den Gästen den ganzen Tag über gerne als kräftige Mahlzeit gewählt.
Auch die Kaffeetafel hätte der kritischen Bewertung einer guten Konditorei problemlos standgehalten. Wie in alten Zeiten hatten wir unsere Mitglieder um selbstgebackene Kuchenspenden gebeten – und unsere Heimatfreundinnen hatten sich nicht lumpen lassen. Torten und Blechkuchen reihten sich aneinander, einer leckerer als der andere. Man konnte sehen und schmecken, über welch hervorragende Backkunst unsere Mitglieder verfügen.
Am Ende des Tages war schließlich alles „an die Gäste“ gebracht: Die Erbsensuppe war ausverkauft und auch vom Kuchen war kein Stück mehr übrig.
Ein rundum gelungenes Jubiläum
Unser 25-jähriges Museumsjubiläum wurde dank der großartigen Unterstützung so vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer zu einer rundum gelungenen Veranstaltung.
Aus einem Museumsjubiläum wurde ein fröhliches Familienfest – bei bestem Familienwetter, mit vielen Begegnungen, interessanten Gesprächen, spannenden Einblicken in die Geschichte und jeder Menge guter Laune.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die mit ihrem Einsatz, ihren Ideen, ihren Kuchenspenden, ihrer Zeit und ihrer tatkräftigen Unterstützung dazu beigetragen haben, dass unser „Museumsjubi“ zu einem echten Jubelfest wurde.
25 Jahre Heimatmuseum – 25 Jahre gelebte Heimatgeschichte. Und vor allem: 25 Jahre Ehrenamt, Engagement und Gemeinschaft.