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Naturschutzgruppe

Naturschutzgruppe

Heimat schützen – Natur bewahren

Heimatpflege und Naturschutz gehören für uns zusammen.

Unser Engagement für die Heimat endet nicht bei Geschichte und Brauchtum. Von Anfang an setzen wir uns auch für den Umwelt- und Naturschutz ein. Denn zu unserer Heimat gehören nicht nur Menschen und ihre Geschichten, sondern ebenso Wiesen, Bäume, Tiere und Pflanzen.

Auf unserem Heimathof gibt es dafür viele Beispiele.

Unsere Streuobstwiese – ein Stück lebendige Heimat

Ein besonderer Ort auf dem Heimathof ist unsere große Streuobstwiese. In den vergangenen Jahren haben wir dort zahlreiche neue Obstbäume gepflanzt – bevorzugt alte und selten gewordene Sorten.

Viele dieser Obstsorten kennt heute kaum noch jemand. Im Handel sind sie längst nicht mehr zu finden. Indem wir sie auf unserer Streuobstwiese erhalten, möchten wir ein Stück regionaler Vielfalt und damit auch ein Stück Kulturgeschichte bewahren.

Rund zwölf Schafe finden auf der Wiese jedes Jahr ihr natürliches „Bio-Buffet“. Sie halten das Gras kurz und gehören inzwischen ganz selbstverständlich zum Bild unseres Heimathofes. Und wenn einmal ein Apfel oder eine Birne vom Baum fällt, darf natürlich auch probiert werden.

Lebensraum für Bienen und Vögel

Auch für unsere kleinsten Mitbewohner schaffen wir auf dem Heimathof geeignete Lebensräume. Für die dort beheimateten Bienenvölker haben wir eine kleine Blumenwiese angelegt, die reichlich Nahrung für Bienen und andere Insekten bietet.

Im gesamten Gemeindegebiet haben wir inzwischen mehr als 240 Vogelnistkästen angebracht. Unsere Fachgruppe kümmert sich jedes Jahr darum, die Kästen zu kontrollieren und zu reinigen. Wenn nötig, werden sie repariert oder ersetzt. So sorgen wir dafür, dass Vögel geeignete Plätze zum Brüten und Aufziehen ihrer Jungen finden.

Auch für Fledermäuse haben wir Wohnraum geschaffen. Zwei ehemalige Silos auf dem Heimathof wurden entsprechend umgestaltet und bieten heute geeignete Nist- und Rückzugsmöglichkeiten.

Zu Hause bei der Schleiereule

Ein ganz besonderer Bewohner des Heimathofes ist die Schleiereule. Seit vielen Jahren fühlt sie sich bei uns zu Hause.

Da Schleiereulen keine eigenen Nester bauen, haben unsere Tischler gemeinsam mit der Naturschutzgruppe im Boden des Backhauses einen speziellen Brutverschlag eingerichtet – unser kleines „Eulen-Hotel“.

Der Heimathof bietet der Schleiereule ideale Bedingungen. Die nachtaktiven Vögel sind mit ihren langen Flügeln und ihrem lautlosen Gleitflug hervorragend an die Jagd in offenem Gelände angepasst. Tagsüber ziehen sie sich an dunkle, geschützte und möglichst ungestörte Plätze zurück.

Wenn im Frühjahr das Nahrungsangebot ausreichend ist, beginnt die Brutzeit meist ab Ende März. Das Weibchen legt mehrere Eier im Abstand von etwa zwei Tagen und bebrütet sie rund 30 Tage lang. Währenddessen versorgt das Männchen die Familie mit Nahrung.

Eine Besonderheit der Schleiereule ist, dass die Jungen nicht gleichzeitig schlüpfen. Sie kommen in dem zeitlichen Abstand zur Welt, in dem auch die Eier gelegt wurden. Deshalb sitzen im Eulennest Jungvögel unterschiedlichen Alters und Entwicklungsstandes nebeneinander – fast wie „Orgelpfeifen“.

Bei ausreichendem Nahrungsangebot kann ein Schleiereulenpaar sogar mehrmals im Jahr brüten.

Natur erleben und Verantwortung übernehmen

Auf unseren Fotos sind junge Schleiereulen aus der Brut von 2019 zu sehen – und auch Schaflämmer, die im selben Jahr auf unserem Heimathof geboren wurden.

Solche Erlebnisse machen für uns den besonderen Wert unseres Engagements aus. Naturschutz beginnt oft im Kleinen: mit einem gepflanzten Obstbaum, einer Blumenwiese, einem Nistkasten oder einem sicheren Platz für eine Eule.

Wir möchten dazu beitragen, dass unsere Heimat auch für kommende Generationen lebenswert und vielfältig bleibt.

Heimat bewahren heißt für uns deshalb auch: Natur schützen, Vielfalt erhalten und Verantwortung übernehmen.

August Steinhage
Ansprechpartner
August Steinhage
Telefon: 05208-377