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Plattdeutsche Gruppe

Plattdeutsche Gruppe

Lippsk Platt – unsere Sprache, unsere Heimat

Eine Sprache ist mehr als Worte. Sie erzählt Geschichten, bewahrt Erinnerungen und verbindet Generationen.

Die Pflege der plattdeutschen Sprache gehört seit der Gründung zu den festen Aufgaben unseres Heimatvereins. Von Anfang an war es uns wichtig, das „Lippske Platt“ zu bewahren und lebendig zu halten.

Kurz nach der Vereinsgründung fanden sich unter der Leitung von Hanna Druffel einige mundartbegeisterte Heimatfreundinnen und Heimatfreunde zusammen. Gemeinsam gründeten sie unsere Plattdeutsche Gruppe und machten sich daran, einen aktiven Beitrag zum Erhalt unserer lippischen Mundart zu leisten.

Die Gruppe war von Anfang an fachkundig und engagiert besetzt. Schon bald entstand daraus auch ein eigenes Theaterensemble, das mit seinen plattdeutschen Aufführungen viele Menschen begeisterte und zu einem festen Bestandteil unseres Vereinslebens wurde.

„Mal wedder Lippsk Platt teo kürn“

Auch wenn unsere Plattdeutsche Gruppe inzwischen kleiner geworden ist, ist die Begeisterung für die Sprache geblieben. Unter der Leitung von Alfred Ebner trifft sich die Gruppe nach Absprache – ganz einfach, um miteinander zu reden, Geschichten auszutauschen und natürlich:

„Mal wedder Lippsk Platt teo kürn.“

Denn unser lippisches Platt ist viel zu schade, um in Vergessenheit zu geraten. Es gehört zu unserer Heimat und zu unserer regionalen Identität. Viele Redewendungen und Geschichten lassen sich auf Platt einfach anders – manchmal auch viel treffender und mit einem besonderen Augenzwinkern – erzählen.

Platt für Kinder

Damit die Sprache auch eine Zukunft hat, möchten wir sie nicht nur bewahren, sondern vor allem weitergeben.

Deshalb hat Alfred Ebner Kontakte zu einer Grundschule geknüpft, um den Kindern mit „Lippsk Platt – Platt för Kinner“ einen ersten Zugang zu unserer Mundart zu ermöglichen.

Das Projekt befindet sich noch in der Startphase. Wir hoffen sehr, dass sich daraus etwas Schönes entwickelt und auch die nächste Generation Freude an unserer lippischen Sprache findet.

Plattdeutsch mit einem Augenzwinkern

Wie viel Humor und Sprachwitz im Lippischen Platt stecken, zeigt eine kleine Geschichte, die überliefert ist:

Herm was Metabojjer up Heovedissen un juste teon twoiden Mol Vadder worn.

De aule Major van Vugelsang, damols Chef upp’n Schlott, froge no den lütken Aum:

„No, Herm, wo geut et duinen Jungen? Kann’e denn ol kacken?“

Un Herm, nich bange: „Jou, eck bringe dui morn ne Schiuden vull met.“

Für alle, die des Lippischen nicht ganz mächtig sind, hier die hochdeutsche Übersetzung:

Hermann war Mitarbeiter auf Hovedissen und gerade zum zweiten Mal Vater geworden. Der alte Major von Vogelsang, damals der Herr auf dem Schloss, fragte nach dem kleinen Jungen:

„Na, Hermann, wie geht es deinem Jungen? Kann er denn schon kacken?“

Und Hermann, nicht um eine Antwort verlegen:

„Ja, ich bringe dir morgen eine Schaufel voll mit.“

Genau solche Geschichten machen Mundart lebendig: Sie bringen uns zum Schmunzeln, erzählen ein Stück Vergangenheit und zeigen, wie viel Persönlichkeit in unserer Sprache steckt.

Lippsk Platt soll weiterleben

Wir möchten dazu beitragen, dass „Lippsk Platt“ auch in Zukunft seinen Platz in unserer Heimat hat – nicht nur als Erinnerung an früher, sondern als lebendige Sprache, die gesprochen, gehört und weitergegeben wird.

Wer Freude an unserer lippischen Mundart hat oder sie einfach einmal kennenlernen möchte, ist bei uns herzlich willkommen.

Kummt rin un kürt met – wi freu'n us up ju!

Alfred Ebner
Ansprechpartner
Alfred Ebner
Telefon: 05202-9254525