Unser Heimatmuseum und seine Geschichte

Auf dem Heimathof befindet sich auch unser Heimatmuseum. Es handelt sich um das Haupthaus des ehemaligen Hofes Eickmeyer, einen aus dem Jahr 1793 stammenden Vierständer-Fachwerkbau, der bereits im Jahre 1987 als Baudenkmal in die Denkmalliste eingetragen und unter Denkmalschutz gestellt wurde.

Nachdem das Gebäude von der Gemeinde Leopoldshöhe erworben wurde, ist es bis 1995 als Übergangswohnheim genutzt worden. Danach stand das Haus zunächst leer, was sich auf den ohnehin nicht mehr sehr guten baulichen Zustand natürlich zusätzlich noch nachteilig ausgewirkt hat; dringendes Handeln war geboten.

Es wurden verschiedene Nutzungskonzepte für das Haus entwickelt. Der Vorstand des Heimatvereins Leopoldshöhe ist hier bereits frühzeitig initiativ geworden und hat den Vorschlag eingebracht, in dem Bauernhaus ein Heimatmuseum einzurichten. Zur Realisierung dieses Projektes hat sich unser Verein bereit erklärt, die erforderlichen Arbeiten in Eigenleistung zu erbringen. Dieser Vorschlag hat sich schließlich auch durchgesetzt.

Im Jahr 1996 begannen dann die Renovierungsarbeiten. Dazu musste das Gebäude komplett entrümpelt und entkernt werden. Dabei waren auch viele Bausünden der vergangenen Jahrzehnte zu beseitigen. Die Arbeiten gingen gut voran, die Zusammenarbeit zwischen dem Heimatverein, der Gemeinde Leopoldshöhe und den beteiligten Fachfirmen gestaltete sich sehr gut, sodass die Außenarbeiten im Jahre 1998 abgeschlossen werden konnten.

Die Innenarbeiten, das heißt die museumsgerechte Ausstattung der Räume, hat dann der Heimatverein wieder weitgehend in Eigenleistung durchgeführt. Im Laufe der Jahre hat der Heimatverein Leopoldshöhe viele Gegenstände aus den Bereichen der Landwirtschaft, des Handwerks und des täglichen Lebens aus einem Zeitraum von ca. 150 Jahren zusammengetragen. Viele Dinge wurden auch aus der Bevölkerung gespendet. Mit diesen Gegenständen wurden dann ab Frühjahr 1999 die Räume des neuen Museums ausgestattet.

Insgesamt haben die Mitglieder des Heimatvereins weit über 10.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit bei der Errichtung des Museums geleistet. Im September 1999 konnte dann das Heimatmuseum auf dem Heimathof Leopoldshöhe unter großer Beteiligung der Bevölkerung eröffnet werden.

Es bietet einen Überblick über das Landleben in Lippe im 19. und 20. Jahrhundert.
In jahrelanger Kleinarbeit haben Friedel Wagemann und Eberhard Titze mit ihren Helferinnen und Helfern viele interessante Exponate zusammengetragen, daraus Themenwelten aus Landwirtschaft, Handwerk und dem täglichen Landleben gebildet, die im Heimatmuseum präsentiert werden. Eine komplett ausgestattete Schuster-, Schneider- und Tischlerwerkstatt ist ebenso zu sehen, wie auch die Wohnräume vergangener Jahrhunderte, die mit viel Liebe und Herzblut originalgetreu hergerichtet und ausgestattet wurden. So bietet unser Museum einen bunten und umfassenden Überblick über das Leben und Arbeiten der Menschen in unserer lippischen Heimat.

Ein Highlight für die Kinder ist der Ausstellungsraum zur heimischen Tierwelt. In diesem Raum werden zahlreiche Präparate von Tieren (Vögel und Säugetiere) präsentiert. Als besondere Attraktion können die Stimmen dieser Tiere mittels einer systemgesteuerten Anlage abgerufen werden.

Über die kooperative Zusammenarbeit mit den heimischen Schulen und Kitas freuen wir uns ganz besonders. Schulklassen und KITA-Gruppen sind ständige Gäste auf dem Heimathof. Im Heimatmuseum haben die Kinder die Möglichkeit, einen Streifzug durch die Kindheit und Jugend ihrer Großeltern und deren Eltern bzw. Großeltern zu unternehmen. Die weitläufige Hofanlage, zu der eine große Obstwiese und ein kleiner Erlebniswald gehört, bietet viele Möglichkeiten für Erkundungen und Spiele oder einfach auf dem Grillplatz gemütlich bei einem Lagerfeuer zusammen zu sitzen und zu singen.

Das Museum dient jedoch nicht ausschließlich musealen Zwecken. Auf der großen Deele des Museums finden regelmäßig Konzerte, Lesungen oder ähnliche kulturelle Veranstaltungen statt, die sich mittlerweile großer Beliebtheit erfreuen.

Öffnungszeiten:

Das Museum wird jeweils nach Absprache mit den Museumswarten in den Monaten von März bis Oktober für Besichtigungstermine geöffnet.

Infos gibt es von unseren Museumswarten:

  • Eberhard Titze, Telefon: 05208 / 6167
  • Helmut Müller, Telefon: 05208 / 1313, mobil 0157 580 388 48
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